Säbelrassen in der Schweiz

September 25th, 2009 · No Comments

Durch den Verkauf der einen oder anderen Fonds Police ist er wohl nicht reich geworden. Auch waren das keine Geburtstagssprüche, die der 22-jährige Sohn des Lega-Parteichefs Giuliano Bignasca, Boris Bignasca seines Zeichens Mitglied der Schweizer Rechtspartei “Lega dei Ticinesi” (Liga der Tessiner) von sich gab, als er die Tessiner Behörden aufforderte sich für außergewöhnliche, aber unausweichliche Initiativen stark zu machen, um die in Libyen seit mehr als einem Jahr als Geiseln festgehaltenen Schweizer Geschäftsleute zu befreien. Faktum ist: eine Fonds Police verkaufen ist nicht einfach und Geburtstagssprüche klingen anders - jedoch so weit zu gehen und einen Krieg zu fordern, das passt nur in das Bild einer extrem rechts stehenden Protestpartei, die selbst als europa- und ausländerfeindlich gilt.
Es lässt sich nur hoffen, dass der Schlagabtausch zwischen der Schweiz und Libyen, der vor einem Jahr begann, als der Sohn des libyschen Revolutionsführers, Muammar al-Gaddafi in Genf wegen Misshandlungsvorwürfen von Personal eines Hotels festgenommen wurde und dann im Gegenzug mit der Inhaftierung von zwei Schweizern in Tripolis gipfelte, bald ein vernünftiges Ende findet. Die Auflösung der Schweiz zu fordern, wie Gadaffi erst vor kurzem im Festrausch seiner Jahresfeiern von sich gegeben hat, dürfte da ebenso kein adäquates Mittel sein, wie das aktuelle Säbelrasseln aus dem Schweizer Tessin.